Diskutiere mit dem Bundesvorstand über das Menschenrecht auf Nahrung

Eine NaturFreunde-Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Treffpunkt i"

Das Menschenrecht auf Nahrung ist Thema des nächsten „Treffpunkt i“ am 22. Januar um 19:00 Uhr. Bei dieser digitalen Veranstaltungsreihe stellt der Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands auf Zoom zentrale Positionen zur Diskussion – und lädt Mitglieder und Interessierte herzlich zum Mitdiskutieren ein.

Und darum geht es konkret:
Seit fast 50 Jahren gibt es das Menschenrecht auf Nahrung. Trotzdem bestehen weltweit und auch in Deutschland immer noch erhebliche Defizite bei der Einhaltung und Umsetzung dieses Menschenrechts.

Datum: 22. Januar 2026, 19 Uhr
Thema: Menschenrecht auf Nahrung
Referenten: Uwe Hiksch (Mitglied des NaturFreunde-Bundesvorstands) & Jan Dreier (Referent Recht auf Nahrung bei FIAN)
Hier geht es zur Anmeldung.

Fakt ist: Weltweit leiden 673 Millionen Menschen an chronischem und 295 Millionen Menschen an akutem Hunger. Zudem sind mehr als 2,3 Milliarden Menschen von dem Problem der Ernährungsunsicherheit betroffen.

Auch in Deutschland fehlt es vielen Menschen an einem angemessenen Zugang zu ausreichender und gesunder Nahrung. Diese Tendenz verschärfte sich durch explodierende Lebenshaltungskosten, insbesondere durch den Anstieg der Mieten und der Lebensmittelpreise nach der Corona-Pandemie.

Dieser Treffpunkt i will analysieren, warum das Recht auf Nahrung nicht nur globale, sondern auch lokale und gesellschaftliche Relevanz hat und wie vor Ort Veränderungen angestoßen werden können.

Uwe Hiksch, Mitglied des NaturFreunde-Bundesvorstands, wird in seinem Vortrag auf die Forderungen und das Engagement der NaturFreunde für ein Recht auf Nahrung eingehen.

Das Menschenrecht auf angemessene Nahrung wurde festgeschrieben im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte – kurz: Sozialpakt –, der 1966 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde und 1976 in Kraft trat.

„Die NaturFreunde Deutschlands setzen sich seit vielen Jahrzehnten für ein Recht auf gesunde, nachhaltige und ausreichende Nahrung für alle ein“, betont Uwe Hiksch und kritisiert. „Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass in Deutschland zwölf Millionen Menschen armutsgefährdet sind. Viele von ihnen sind aufgrund des Geldmangels von Ernährungsarmut betroffen und verzichten zum Teil auf einzelne Mahlzeiten. Die NaturFreunde Deutschlands werden sich mit dieser Situation nicht abfinden und fordern von der Bundesregierung, endlich mehr Geld für soziale Gerechtigkeit und nicht für immer mehr Waffen auszugeben.“

Jan Dreier, Referent Agrarökologie und Recht auf Nahrung in Deutschland bei FIAN, wird beleuchten, was Ernährungsarmut und Mangelernährung im deutschen Kontext konkret bedeuten und welche Verantwortlichkeiten der Bundesregierung dabei zukommen.

„Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Ernährungsarmut. Sie können sich nicht gesund ernähren und soziale Teilhabe bleibt ihnen verwehrt. Der Staat wird seiner völkerrechtlichen Pflicht, ihr Recht auf angemessene Nahrung zu gewährleisten, offensichtlich nicht gerecht“, so Jan Dreier.

In die Diskussion sollen auch die Erfahrungen aus den Veranstaltungsformaten rund um die "Wir haben es satt"-Demonstration einbezogen werden.

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