Seit 1989 hat sich der Bereich der Friedrichstraße grundlegend verändert. Nach der deutschen Einheit entwickelte sich die Straße zu einer der wichtigsten Geschäfts- und Tourismusachsen Berlins. Der Fokus lag lange auf Neubauten, Einzelhandel und der Neuordnung des Verkehrs. Ökologische Freiräume und grüne Infrastruktur spielten dabei zunächst nur eine untergeordnete Rolle.
Erst mit den Debatten um Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und nachhaltige Mobilität rückten Begrünung, Entsiegelung und die Schaffung öffentlicher Freiräume stärker in den Mittelpunkt. Die zeitweise autofreie Friedrichstraße machte deutlich, dass Stadtentwicklung mehr sein muss als Verkehrsplanung. Stadtgrün verbessert das Mikroklima, speichert Regenwasser, fördert die Biodiversität und erhöht die Lebensqualität. Die Entwicklung seit 1989 zeigt den Wandel von einer autogerechten Innenstadt hin zu einer Stadt, in der ökologische Freiräume zunehmend als unverzichtbarer Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung verstanden werden.
Führung: Uwe Hiksch, NaturFreunde Berlin
Stadtspaziergang
In der Reihe "Stadtspaziergang" erkunden die NaturFreunde Berlin unter verschiedensten Gesichtspunkten. Die Touren erzählen die Geschichte und Geschichten aus den Kiezen, führen mit den "Straßenbahnexpeditionen" in die Welt der Straßenbahn, beleuchten die Geschichte von Migration, Einwanderung und Kultur. Bei den Touren werden die Entwicklungen der Gegenwart und mögliche Zukunftsperspektiven in den jeweiligen Schwerpunkten beleuchtet.
NaturFreunde Berlin Uwe Hiksch hiksch@naturfreunde.de (0176) 62 01 59 02

