Tour de Musée: Solidarisiert euch! Schwarzer Widerstand und globaler Antikolonialismus in Berlin, 1919–1933

02.02.2024 15:30 - 15:30 Uhr
Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

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Berlin wird zur postkolonialen Metropole in einer weitgehend kolonialen Welt: Migrant*innen aus Deutschlands aberkannten Kolonien in Afrika bleiben hier. Die Stadt ist Anziehungspunkt für Akteur*innen aus dem afrikanischen, asiatischen und arabischen Raum. Aus verschiedenen kolonialen Kontexten stammend werden sie politisch aktiv, bilden antikoloniale Bündnisse, fordern Unabhängigkeit für ihre Herkunftsländer, leisten Widerstand gegen Rassismus.

Das antikoloniale Berlin ist eigensinnig, revolutionär und flüchtig. Es bildet sich heraus aus den vielen Lebensläufen, die sich hier kreuzen. Motive, Umstände und Dauer der Aufenthalte unterscheiden sich und bringen dennoch Momente der Solidarität hervor. Daran wirkt die Kommunistische Internationale (Komintern) als gemeinsame politische Sprache, Ressource und Sammelbecken entscheidend mit.

Das antikoloniale Berlin entfaltet sich im politischen Kräftefeld der Weimarer Republik, zwischen dem Ende von Monarchie und Kolonialherrschaft, dem Aufbruch des kommunistischen Internationalismus und dem Aufstieg der Nationalsozialisten. Es hat Reibungsflächen und Ankerpunkte im städtischen Alltag, und wirkt als globale Bewegung zugleich weit darüber hinaus.

Dieser Moment einer dekolonialen Stadtgeschichte wird in einer kooperativen Ausstellung von Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt mit dem Museum Charlottenburg-Wilmersdorf nachgezeichnet. Ausgehend von den Zielen und der Positionierung der Dekoloniale liegt dabei ein besonderer Fokus auf Akteur*innen aus den ehemals deutschen Kolonien in Afrika sowie auf einer Schwarzen Bewegungsgeschichte.

Diese Ausstellung wird gefördert von Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt – Bezirkskulturfonds und Kulturstiftung des Bundes.

Eintritt frei.

Tour de Musée:

Gemeinsam in eine Ausstellung gehen und das Gesehene und Gehörte miteinander zu diskutieren und zu interpretieren. Fotos, Bilder und Exponate gemeinsam ansehen und aus den Gesehenen neue Anregungen für die kulturelle und politische Arbeit finden. Das ist das Ziel von Tour de Musée. Die NaturFreunde Berlin bieten allen Interessierten an, gemeinsam in interessante Ausstellungen zu gehen und das gesehene danach zu diskutieren. Die Ausstellungsbesuche entstehen durch Vorschläge und Hinweise der Interessierten. In der Regel finden die Besuche ohne organisierte Führung statt, um der eigenen Interpretation und dem individuellen Erlebnis in keinen vorgegebenen Rahmen einzufügen. Die Touren sind für alle Interessierten, die sich gerne Kunst und Kultur anschauen offen.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
Vor dem Museum Charlottenburg- Wilmersdorf, Schloßstraße 55 / Otto-Grüneberg-Weg, 14059 Berlin

Ortsgruppe/n

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