Bericht: Ausbildung Trainer*in C – Sportklettern in Arco

"Von unserem Hotel spazieren wir durch Oliverhaine direkt zum Einstieg der Mehrseillängen-Route"

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Es ist Mitte September, wir sind im italienischen Arco nördlich des Gardasees und wollen die Lehrgang  Trainer*in C – Sportklettern Mittelgebirge absolvieren. Wir – das sind sechs Kletternde aus ganz Deutschland, die bereits die Ausbildung künstliche Kletteranlagen hinter sich haben, plus zwei Mitglieder des NaturFreunde-Bundeslehrteam Bergsport: Sandra Palm und Klaus Rübensal.

Das erste Treffen mit Kennenlernrunde findet in der Pizzeria unseres Hotels statt. Ausbilder Klaus hat sich für diese Ausbildungswoche eine Pizzadiät verordnet, wir werden öfter wiederkommen.

Am ersten Klettertag geht es zum Aufwärmen ins Klettergebiet La Gola. Wir finden dort sehr schöne Routen vor, nur die Füße wollten noch nicht so recht Halt finden. Denn es ist schon recht speckig; aber auch das ist ein Lernziel.

"Beim Genussklettern haben wir leider nicht so genau zugehört"

Am nächsten Tag geht es schon in erste kürzere Mehrseillängen-Routen inm Klettergarten Regina del Lago – Genusskletterei bei bestem Wetter. Allerdings haben Torre und ich leider nicht so genau zugehört und machen statt drei auch noch eine vierte Seillänge. Die dann aber keinen Abseilstand mehr hat. Runterlaufen in Kletterschuhen ist keine Alternative, so üben wir uns in der Nutzung natürlicher Sicherungspunkte und finden geeignete Bäume.

Die Mehrseillängen-Routen tags darauf in San Paolo sind anspruchsvoller. Toll ist zudem, dass wir von unserem Hotel durch Olivenhaine direkt zum Einstieg spazieren können. Nachmittags haben wir noch Zeit, durch die vielen Outdoorgeschäfte zu bummeln und abends gibt es auf der schönen Terrasse unter dem Weinblätterdach Theorieunterricht.

Am Mittwoch schließlich wird es spannend: Die Prüfung „Persönliches Können, Klettern und Sichern“ stand an. Klaus und Sandra haben richtig schöne Routen rausgesucht: warmer Kalk, rauh genug, um Halt zu finden, der Platz ist schattig und die Route mit dem schönen Riss, an dem wir die sogenannte Piaztechnik nutzen können, ist ein Träumchen.

"Die schriftliche Prüfung schreiben wir in der Pizzeria"

Die schriftliche Prüfung steht am folgenden Tag auf dem Programm. Und weil unter dem Weinblätterdach morgens nur gefrühstückt, aber nicht geschrieben werden darf, weichen wir in die Pizzeria aus. Danach spazieren wir zum Hausberg Colodri und üben uns in Bergrettung und der Nutzung mobiler sowie natürlicher Sicherungen.

Viel zu schnell kommt der letzte Klettertag. Nun heißt es Projektieren am Castel Madruzzo. Ich darf mit einem Überhang kämpfen und selbst Vincent findet eine Route, die ihn herausfordert.

Und die Pizzadiät? Klaus hält durch und schafft es, jeden Tag eine Pizza zu essen. Auch wir Kletternde halten durch und meistern die Ausbildung Trainer*in C – Sportklettern!

Barbara Reinhardt
NaturFreunde Darmstadt

Weitere Bilder

Galerie Ausbildung Trainer*in C – Sportklettern Arco 2025

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