Bei der Veranstaltungsreihe "Treffpunkt i" stellt der NaturFreunde-Bundesvorstand auf Zoom NaturFreunde-Positionen vor, um darüber mit Mitgliedern und Interessierten ins Gespräch zu kommen. Regelmäßig kommen auch Referent*innen aus befreundeten Organisationen zu Wort, die ihre Perspektiven in die Diskussion einbringen.
Beim "Treffpunkt i" am 28. Oktober um 19:00 Uhr geht es angesichts der wachsenden sozialen Ungleichheit um eine gerechtere Besteuerung großer Vermögen und um die Forderungen nach Vermögensteuer, Vermögensabgabe sowie einer gerechteren Erbschaft- und Schenkungsteuer.
Referent*innen sind:
> Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands
> Raoul Didier, Referatsleiter für Steuerpolitik beim DGB-Bundesvorstand
Die NaturFreunde Deutschlands fordern seit vielen Jahren die Einführung einer Vermögenssteuer und die Durchsetzung einer Vermögensabgabe. Es ist nicht akzeptabel, dass auf der einen Seite die Armut und die Ausgrenzung immer größerer Teile der Gesellschaft zunehmen und auf der anderen Seite ein unverschämter Reichtum von einer kleinen Minderheit angehäuft werden kann.
Diese Forderungen sind schon in den Anfängen der Arbeiter*innenbewegung erhoben worden. So wurde beispielsweise auf dem Erfurter Parteitag der SPD im Jahr 1891 gefordert: stufenweise steigende Einkommens- und Vermögenssteuer zur Bestreitung aller öffentlichen Ausgaben, soweit diese durch Steuern zu decken sind; Erbschaftssteuer, stufenweise steigend nach Umfang des Erbgutes und nach dem Grade der Verwandtschaft.
Bei diesem "Treffpunkt i" werden die Referent*innen die Konzepte und Forderungen für die Einführung einer gerechteren Besteuerung vorstellen und auf Argumente der Gegner*innen einer solchen Besteuerung eingehen.
Wie die DGB-Gewerkschaften zur Erbschaft- und Schenkungsteuer, zur Vermögensteuer und zu einer Vermögensabgabe stehen, erläutert Raoul Didier, Referatsleiter für Steuerpolitik beim DGB-Bundesvorstand. „Trotz einer enorm ungleichen Verteilung von Vermögen werden eine gerechtere Erbschaftsteuer, die Wiedererhebung der Vermögensteuer und eine Vermögensabgabe, wie sie in der alten BRD dreißig Jahre erhoben wurde, immer noch heftig angefeindet", kritisiert Raoul Didier.
„Die NaturFreunde setzen sich seit vielen Jahren für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und die Durchsetzung einer Vermögensabgabe ein. Damit könnten Kitas, Schulen, der Ausbau des ÖPNV und eine sozialere Gesundheitspolitik finanziert werden. Eine Vermögenssteuer und eine Vermögensabgabe würden lediglich die reichsten Teile der Bevölkerung leicht belasten“, führt Uwe Hiksch vom Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands aus.
Die Anmeldeinformationen für Zoom erhältst du über das Anmeldeformular unten.
Anmeldungen bitte über das Anmeldeformular unten.
Die Zoom-Zugangsdaten werden auch darüber versendet.
NaturFreunde Deutschlands
Bundesgeschäftsstelle
