Bereits mehr als 30.000 Mangroven in Senegal und Gambia gepflanzt

Freiwillige pflanzen Mangroven
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Die ersten Mangroven im Rahmen des Aufforstungsprojekts der NaturFreunde in Senegal und Gambia sind gepflanzt: Mehr als 30.000 Setzlinge sind bereits in die Flussufer eingebracht worden. Die NaturFreunde im Senegal (ASAN) und JustAct, eine Mitgliedsorganisation der NaturFreunde Internationale (NFI) aus Gambia, führen das Aufforstungsprojekt in Kooperation mit den NaturFreunden Deutschlands sowie den NaturFreunde-Landesverbänden in Baden, Württemberg und Berlin durch. Hilf mit, die Mangrovenaufforstung zu finanzieren und trage mit deiner Spende zu mehr Artenschutz und Klimagerechtigkeit bei.

Senegal und Gambia sind wie viele Länder Afrikas von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen. Mit der Aufforstung von Mangrovenwäldern sollen einige dieser Folgen, wie Ufer- und Küstenerosion, gemindert werden. Mangrovenwälder bieten zudem Meerestieren einen geschützten Lebensraum und binden drei- bis fünfmal mehr Treibhausgase als andere Bäume an Land. Wie wichtig Mangroven für das weltweite Klima sind, betont Mamadou Mbodji, Präsident des afrikanischen Netzwerkes der NaturFreunde und Koordinator des Aufforstungsprojektes für Senegal: „Das Projekt sehe ich als unseren gemeinsamen Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit, denn Mangrovenaufforstung kommt dem ganzen Planeten zu Gute.“

Artenvielfalt im Senegal

Im Rahmen des Projektes werden in vier Stadtvierteln von St. Louis im Norden Senegals Mangroven auf eine Fläche von 15 Hektar gepflanzt. Ursprünglich waren die Ufer des Senegal-Flusses in St. Louis von zwei Mangrovenarten bewachsen: Rhizophora und Avicennia. Erstere Art kam jedoch in den letzten Jahren so gut wie gar nicht mehr vor. Um die Vielfalt wiederherzustellen und die Resilienz der Mangrovenpflanzungen zu steigern, werden beide Mangrovenarten gepflanzt. Begonnen wurde die Aufforstung mit Rhizophora: Drei Viertel der Fläche soll mit dieser Mangrovenart aufgeforstet werden, die restliche Fläche wird mit der Art Avicennia bepflanzt.

Für die Pflanzung konnten mehr als 300 Freiwillige, vorrangig junge Menschen, gewonnen werden. Die Rhizophora-Stecklinge wurden von einem Team der NaturFreunde Senegals (ASAN) im Süden des Landes gesammelt und nach St. Louis gebracht, wo sie in vier Stadtvierteln eingepflanzt worden. Vor Beginn der Pflanzungen wurden vor Ort Umweltbildungsmaßnahmen durchgeführt, um die Bevölkerung für das Ökosystem der Mangroven zu sensibilisieren und ihre Unterstützung für die Pflanzungen zu gewinnen. Die 30.000 gepflanzten Stecklinge sind der Anfang der Aufforstungsaktivitäten.

Baumschulen in Gambia

Auch in Gambia wurde mit den Aufforstungsaktivitäten begonnen. Die gambische Organisation JustAct geht dabei wie folgt vor: Es werden 20 Frauen in der Region Janjanbureh im Anlegen von Baumschulen fortgebildet. Sie werden selbst Baumschulen für Mangroven anlegen und somit langfristig über Stecklinge verfügen. Das Projekt setzt den Fokus auf Frauen, da sie den Hauptanteil der lokalen Bevölkerung ausmachen. Viele Männer aus ländlichen Regionen migrieren auf der Suche nach Arbeit in urbane Zentren oder ins Ausland. Die an den Baumschulen interessierten Frauen und junge Menschen aus der Region pflanzten bisher 800 Mangroven und lernten, wie diese gepflegt werden. „Die Pflanzung ist harte Arbeit, da die Menschen im Wasser stehen müssen, wenn sie die Setzlinge in das Flusswasser eingebringen“, erklärt Omar Jammeh von JustAct, der das Projekt in Gambia koordiniert.  

Die Organisationen aus Gambia und Senegal stehen in engem Austausch und können so ihre Erfahrungen der unterschiedlichen Vorgehensweise bei der Mangrovenaufforstung teilen und voneinander profitieren. In den nächsten beiden Jahren sind gegenseitige Besuche geplant.

Dein Beitrag zur Klimagerechtigkeit

Das Mangrovenaufforstungsprojekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu 75 Prozent gefördert. 25 Prozent erbringen die NaturFreunde Deutschlands aus Spenden.

Hilf mit deiner Spende, die Mangrovenaufforstung zu finanzieren und fördere damit Artenschutz und Klimagerechtigkeit:

NaturFreunde Baden e.V.
IBAN: DE66 6605 0101 0108 3200 45
BIC KARSDE66XXX
Sparkasse Karlsruhe
Verwendungszweck: Mangroven

Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

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