Geschichts-Portal der NaturFreunde

Den arbeitenden Menschen den Zugang zur Natur zu erschließen, war das Ziel der Gründergeneration der NaturFreunde-Bewegung. 1895 schlossen sich die ersten NaturFreunde zusammen, um die Natur als Quelle der Erholung zu erkunden und sich anzueignen, gemeinsam zusammenzutreffen, sich fortzubilden und Aktivitäten zu organisieren.

Eine wichtige Komponente war das Recht des freien Zugangs zur Natur für alle (gegen die bürgerlich-privaten Interessen der Großgrundbesitzer und existierenden Wander-, Bergsteiger- und Sportvereine, die den Arbeiter/-innen die Mitgliedschaft verwehrten). Bis heute ist die NaturFreunde-Bewegung weltweit auf über 350.000 Mitglieder in 21 Ländern angewachsen.

Titel der Zeitschrift "Der Naturfreund" von 1928
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Chronik der NaturFreunde

1895 Vom 22.-24. März inseriert der Wiener Sozialist, Freidenker und Lehrer Georg Schmiedl in der "Arbeiterzeitung", um Gleichgesinnte zur Gründung einer "touristischen Gruppe" zu finden. Drei schrieben sofort: Josef Rohrauer, sein Vater Alois und Karl Renner. Am Ostersonntag wird der erste Ausflug in den Wiener Wald veranstaltet. Am 16. September ...

Veranstaltungskalender

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24.02.2024 Ausstellungsbesuch

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40210 Düsseldorf Gemeinsamer Besuch der Sonderausstellung im Moerser Schloss am 24. Februar Das Grafschafter Museum…
27.02.2024 Marx-Lesekreis

Marx-Lesekreis für Anfänger*innen

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67059 Ludwighafen Im Ludwigshafen der Zwanzigerjahre gab es eine Welle von Streiks und Massenprotesten von…

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05.04.2014 |
100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges sehen es die NaturFreunde als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, die Erinnerung an die Ursachen, Grausamkeiten und Folgen dieser Jahrhundertkatastrophe wach zu halten. Wir verurteilen die konservativen Versuche, die Kriegsschuldfrage zu relativieren. Eindeutig belegt ist, dass in der damals von Militarismus und Nationalismus aufgeheizten Zeit die ...
01.03.2014 |
Natürlich wollten die Mitglieder des 1912 in Bielefeld gegründeten NaturFreunde-Vereins auch eine eigene Wanderhütte haben, am besten mitten im Wald. Geld war zwar keines da, aber Mut, viel Mut. Schon Weihnachten 1913 kaufte man ein Grundstück und Himmelfahrt 1914 wurde eine Hütte eingeweiht – ohne Anschlüsse für Wasser, Strom, Gas und Telefon, dafür mit 60 Lagerplätzen und einem Plumpsklo im ...
Cover des Buchs "Naturfreund sein heißt Mensch sein"
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01.12.2013 |
60.000 Mitglieder und 220 Naturfreundehäuser hatten die NaturFreunde in Deutschland im Jahr 1933. Dann kam das Aus: Der Verein wurde von den Nazis verboten und mit einer Bekanntmachung im „Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Generalanzeiger“ vom 22. September auch das Vereinsvermögen inklusive der Häuser beschlagnahmt. „Die meisten Mitglieder waren dem neuen System gegenüber zwar ...
Besteigungsroute des Chopicalqui während der NaturFreunde-Anden-Expedition 1971
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01.12.2011 |
1971 brachen neun Bergsteiger zu einer großen NaturFreunde-Expedition auf: Anlässlich des 75. Gründungsjahres der NaturFreunde sollte die sogenannte Pongos-Gruppe in der peruanischen Cordillera Blanca erschlossen werden, inklusive einer ganzen Reihe von Erstbesteigungen. In guter naturfreundlicher Tradition ging es aber auch um die wissenschaftliche Erschließung in kartografischer, ...
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Das Wandern ist nicht nur ein schöner und günstiger Natursport ohne Einstiegshürde. Das Wandern kann auch eine gute Möglichkeit sein, um die Welt zu entdecken und besser zu begreifen. Die NaturFreunde haben dieser erkenntnistheoretischen Weiterentwicklung des reinen Wandersports einen eigenen Namen gegeben: Das "Soziale Wandern" war schon eine beliebte Freizeitgestaltung zu Beginn der ...
Liebe NaturFreundinnen und NaturFreunde, beim Stichwort „Sonnenwendfeier“, „Feuerrede“, „Midsommerfest“ ziehen manche misstrauisch die Augenbrauen hoch. Wenn sie nicht an die skandinavischen Gebräuche zum Lichterfest denken oder an die christliche Variante des Johannisfeuers, dann noch eher an den Missbrauch, den die Nationalsozialisten mit vermeintlich germanischen, nordischen Riten betrieben ...
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Und sperrt ihr in Zuchthaus und Mauern uns ein, Glaubt ihr, ihr zwingt uns damit nieder? Fast sieht es so aus, es hat auch den Schein, Doch glaubt mir, einst kehren wir wieder! Berg frei1 Als der Genosse Gottfried Wiedemann, ein Gründungsmitglied der Ortsgruppe Heidenheim, 1934 in das Gefängnis von Ulm eingesperrt wurde, fand er diese Worte eingeritzt in seine Kerkerzelle. Der Autor des ...

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